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| Grundfragen der Medienwirtschaft: Eine betriebswirtschaftliche Einführung (Springer-Lehrbuch)
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Auch ohne Erbschaft nützlich
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Rezension bezieht sich auf: Grundfragen der Medienwirtschaft (Springer-Lehrbuch) (Taschenbuch) Johannes ist passionierter Mountainbiker und hat sein Studium der Medienwissenschaften gerade beendet. Seine publizistischen Fähigkeiten würde er gerne mit seinem Hobby verbinden und eine Zeitschrift für Mountainbiker herausgeben. Von seiner Tante hat er 3 Mio. Euro geerbt und möchte eine Zeitschrift herausbringen, die sein Erbe in etwa so wie eine Anlage des Geldes in Aktien verzinst. Dies ist, etwas verkürzt, die Ausgangslage der Fallstudie "KrossOver Verlag" (S. 233) im Buch "Grundfragen der Medienwirtschaft" von Schumann/Hess, die den fünf Kapiteln des Buches folgt und zur Anwendung des erworbenen Basiswissens dient. Damit greift die Fallstudie chronologisch auf den Inhalt des Lehrbuches zurück, in dem Medienunternehmen aus vier betriebswirtschaftlichen Perspektiven betrachtet werden: produktorientiert (Kapitel 2), ressourcenorientiert (Kapitel 3), kaufmännisch (Kapitel 4) und managementorientiert (Kapitel 5). Im ersten Kapitel werden ökonomische Grundbegriffe (Wirtschaften, ökonomisches Prinzip, Koordination über Märkte) kurz erklärt und eine Definition der Medienunternehmen gegeben, um die es fortan gehen soll: "Medienunternehmen erzeugen, bündeln und distribuieren Informationen und Unterhaltung", lautet der erste Satz des Buches.
Das Buch fasst die wichtigsten medienwirtschaftlichen Aspekte aus betriebswirtschaftlichen Lehrbüchern (z.B. Kruschwitz, Meffert, Schierenbeck, Schreyögg, Wöhe) und der medienökonomischen Standardliteratur (z.B. Heinrich, Ludwig, Seufert, Sjurts, Zerdick) kurz und prägnant zusammen und ist daher gut geeignet, einen Überblick über die Materie zu geben. Hervorzuheben ist die klare Gliederung und das für ein Lehrbuch vorbildliche didaktische Konzept mit Diskussionsfragen, Fallstudie und Internet-Ergänzung. Nicht nur für Studenten der Medienwissenschaft, die wie Johannes eine größere Erbschaft erwarten und ein "Medien-Start-Up" gründen wollen, ist das Buch empfehlenswert. Auch für alle anderen Mitglieder der "scientific community", die ihr nächstes Buch im Selbstverlag publizieren möchten oder sich einfach nur für die Grundfragen der Medienwirtschaft interessieren, kann sich die Investition lohnen. Wer aber an den skizzierten Besonderheiten, z.B. im Bereich des Managements oder der Ermittlung des tatsächlichen Werts eines Medienunternehmens weitergehendes Interesse hat, muss sich wohl durch die einschlägige BWL-Literatur kämpfen - oder auf die nächste Publikation warten.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 29. Oktober 2001 | | |
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